Gründer-Garage: Google, VW und IHK helfen bei der Gründung



Große Player wie Google, Volkswagen und die Allianz haben sich u.a. mit der Investitionsbank Berlin und dem Alexander von Humboldt Institut zusammengetan und die Initiative Gründer-Garage auf die Beine gestellt. Ziel ist die Förderung von kreativen und nachhaltigen Ideen im deutschsprachigen Raum. Zur Erfüllung dieser Absicht dient auch ein Gründerwettbewerb, bei dem die Teilnehmer aktiv begleitet werden und insgesamt bis zu 100.000 Euro gewinnen können.

Wir sprachen mit Simone Lis, Senior Innovation Analyst bei Mandalah und verantwortlich für Strategie und Kommunikation in der Gründer-Garage seit Start der Initiative 2012.

Recitfga-bsl.info: Hallo Frau Lis, was können wir uns unter der Gründer-Garage vorstellen und wer steckt dahinter?

Simone Lis, Gründer-Garage:

Die Gründer-Garage ist ein Wettbewerb für Menschen mit Unternehmergeist. Gesucht werden keine fertigen Geschäftsmodelle, sondern gute Ideen aus allen Bereichen der Gesellschaft ‒ ob aus Wirtschaft oder Kultur, Umwelt oder Soziales.

Auf einer Online-Plattform durchlaufen die angehenden Gründer zunächst ein umfassendes Trainingsprogramm. Danach kämpfen sie in der Wettbewerbsphase um Aufmerksamkeit und Punkte der „Online-Crowd“ sowie einer Experten-Jury. Am Ende winken Preise im Gesamtwert von über 100.000 Euro. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Unternehmergeist im deutschsprachigen Raum zu fördern und möglichst viele kreative und nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die Gründer-Garage 2014 ist eine gemeinsame Initiative von Google, Allianz Digital Accelerator, 3M, Volkswagen, Investitionsbank Berlin, Lacore, Stiftung Entrepreneurship, Factory, Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, IHK Berlin, digitale heimat und Mandalah.

Gründer-Garage 2014 Kick-off Event
Impressionen vom Gründer-Garage 2014 Kick-off Event (Foto: Gründer-Garage)

Recitfga-bsl.info: Warum nehmen sich große Unternehmen wie Google, Volkswagen oder die Allianz das Gründerthema so zu Herzen? 

Simone Lis, Gründer-Garage: Alle Partner der Gründer-Garage verfolgen ein gemeinsames Ziel: den Gründergeist im deutschsprachigen Raum zu fördern! Die Organisatoren der Gründer-Garage sind fest davon überzeugt, dass die beiden Welten – die der Start-ups und der Großunternehmen – nachhaltig voneinander profitieren können, und bringen sie deshalb schon in einem sehr frühen Entwicklungsstadium, vor der Gründung, zusammen.

Durch Live Workshops, Hangouts oder Events ermöglichen wir es großen Unternehmen von der Denkweise, Kreativität und Agilität der Gründer zu lernen. Gleichzeitig profitieren die Gründer von dem weiten Erfahrungshorizont und den Ressourcen der großen Organisationen. Es entsteht eine Win-Win-Situation, die langfristig kreative Geschäftsmodelle fördert, die sich nachhaltig am Markt behaupten.

Recitfga-bsl.info: Wie läuft der Gründerwettbewerb ab?

Simone Lis, Gründer-Garage: Unser Wettbewerb teilt sich in zwei Stufen: In der ersten Phase helfen unsere Video-Trainings, Google Hangouts und Offline-Workshops dabei, die Ideen der Gründer zu konkretisieren und weiterzuentwickeln. Jeder, der am Wettbewerb teilnehmen wollte, konnte seine Idee bis zum 25. August bei uns einreichen, denn dann ist unser Wettbewerb offiziell gestartet.

Jetzt heißt es für die Teilnehmer bis zum 26. September so viele Punkte wie möglich zu sammeln.

Aus den Reaktionen im Netz, der Anzahl wertvoller Posts und Kommentare von und über die Teilnehmer sowie dem Feedback der Experten wird der sogenannte Garagen-Faktor ermittelt. Er definiert die vorläufige Rangfolge der besten Ideen im Wettbewerb. Im letzten Schritt vergibt die Experten-Jury ihrerseits Punkte für die besten Projekte. Aus beiden Elementen ergibt sich das finale Gewinner-Ranking.

Recitfga-bsl.info: Welche Ziele verfolgen Sie mit der Gründer-Garage?

Simone Lis, Gründer-Garage: Mit der Gründer-Garage wollen wir Menschen ermutigen, eigene Ideen festzuhalten und in kleinen Schritten zu einem unternehmerischen Konzept auszuarbeiten. Im Unterschied zu anderen Wettbewerben setzt die Gründer-Garage daher bereits vor der eigentlichen Gründung an. Um ein tragfähiges Konzept erstellen zu können, erhielten die Teilnehmer von Juli bis September 2014 ein kostenloses Training bestehend aus Videos, Online Sessions und Workshops in verschiedenen Städten. Die Stiftung Entrepreneurship steuerte dazu ein Video-Tutorial bei, das in neun Modulen erklärt, wie man eine Idee findet und systematisch daraus ein Konzept entwickelt.

Dazu kommen interaktive Live Online Sessions der Partner per Google Hangout sowie sogenannte Startup Clinics des Alexander von Humboldt Institutes für Internet und Gesellschaft. Dort können Wettbewerbsteilnehmer Fragen zu den Themen Personal & Management, Sales, Recht, Business Model und Finanzierung an Experten stellen.

In weiteren Google Hangouts gibt die IHK Berlin Hilfestellung bei klassischen Gründerfragen, wie Rechtsformen, Crowdfunding und Unternehmensfinanzierung. Workshops von 3M, Volkswagen, Google, Mandalah, Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft runden das Trainingsprogramm der Gründer-Garage ab.

Recitfga-bsl.info: An wen genau richtet sich das Angebot der Gründer-Garage?

Simone Lis, Gründer-Garage: Jeder hat das Potential zum Gründer, davon ist nicht nur Professor Faltin von der Stiftung Entrepreneurship überzeugt, sondern alle Partner der Gründer-Garage. Mit unserer Initiative wollen wir Menschen erreichen, die schon immer eine Idee im Kopf hatten, sich bis dato aber einfach noch nie getraut haben, sie auch umzusetzen. Die Stiftung Entrepreneurship beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dieser Thematik und hat zahlreiche Methoden entwickelt, wie man systematisch aus einer Anfangsidee ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln kann.

Recitfga-bsl.info: Die Gründer werden während des Wettbewerbs unterstützt. Wie sieht diese Unterstützung im Detail aus?

Simone Lis, Gründer-Garage: Neben dem umfangreichen kostenlosen Trainingsprogramm haben wir zudem über 60 Experten für diese Initiative gewinnen können, die sich bereit erklärt haben, jeweils bis zu drei Teilnehmern des Wettbewerbs ein persönliches Expertenfeedback zu ihrer Idee zu geben.

Simone Lis von der Gründer-Garage
Simone Lis ist seit Start der Initiative Gründer-Garage verantwortlich für Strategie und Kommunikation (Foto: Gründer-Garage)

Recitfga-bsl.info: Die Wettbewerber können aktiv dazu beitragen, ihre Chancen auf den Sieg zu verbessern, indem sie ihren Garagen-Faktor im Auge behalten. Was genau ist damit gemeint?

Simone Lis, Gründer-Garage: Mit dem Garagen-Faktor haben wir einen Algorithmus in den Wettbewerb integriert, der die Aktivität der Gründer belohnt. Er zeigt auf, an welcher Stelle die eigene Idee mit dem Garagen-Faktor im Verhältnis zu allen anderen Ideen im Wettbewerbsverlauf steht.

Wir sind davon überzeugt, dass je aktiver die Teilnehmer bzw. Gründer sind, desto mehr:

  • Erfahrungen sammeln sie gemeinsam mit anderen Teilnehmern
  • erweitern sie ihr Netzwerk, was für die spätere Gründung von essenzieller Bedeutung ist
  • machen sie ihre Idee bekannt, um zu gewinnen
  • arbeiten sie an ihrer Idee, damit diese immer klarer und besser wird, noch bevor sie gründen
  • nehmen sie an Kursen teil und lernen verschiedene Techniken zur Ausarbeitung einer Idee kennen
  • helfen sie anderen Gründern dabei, dass ihre Ideen besser werden.

Zusammengefasst heißt das, dass je aktiver der Gründer ist, desto mehr steigert er seinen eigenen Rankingfaktor und gleichzeitig seine Aufmerksamkeit in der Votingphase des Wettbewerbs. Faktoren, die eine Rolle spielen, sind die Nutzeraktivität, Reaktionen aus dem Netz sowie das Expertenfeedback. Die genaue Gewichtung wird nicht verraten, da wir Manipulationen vorbeugen wollen.

Recitfga-bsl.info: Was muss man für die Teilnahme am Wettbewerb mitbringen? Welche Eigenschaften sind von Vorteil?

Simone Lis, Gründer-Garage: Motivation und Leidenschaft muss man mitbringen, alle weiteren Tools geben wir den Teilnehmern in der Gründer-Garage an die Hand. Selbst wenn man noch keine eigene Idee hat, kann man bei uns mitmachen. Es gibt verschiedene Techniken wie man systematisch eine Idee finden kann. Zusätzlich haben unsere Partner als Inspirationsquelle Challenges, sogenannte Themengebiete, formuliert, die für ihren jeweiligen Markt eine hohe Innovationsrelevanz darstellen.

Recitfga-bsl.info: Was können die Preisträger gewinnen?

Simone Lis, Gründer-Garage: Wer unter die Top 50 kommt, erhält einen Preis in der Gründer-Garage. Spannend wird es, wenn man es in die Top 10 schafft. Hier winken Bildungspakete, Beratungsgutscheine im Wert von bis zu 10.000 Euro und weitere tolle Preise. Die Top 4 erhalten zusätzlich Preisgelder im Wert von 5.000 Euro für den 4. Platz, 10.000 Euro für den 3. Platz, 15.000 Euro  für den 2. Platz und 20.000 Euro für Platz 1. Und der Sieger fliegt für fünf Tage nach Kalifornien zu Google, 3M und Co. Die Gewinner werden auf einem feierlichen Abschluss-Event in der Factory in Berlin am 12. Oktober 2014 öffentlich bekannt gegeben.

Recitfga-bsl.info: Vielen Dank für das Gespräch.

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