Arbeiten Selbstständige zu viel?



Es gibt viele Gründe, warum man sich selbstständig macht. Für viele ist es der Sprung in die Freiheit, ein Ausweg aus dem Hamsterrad und die Verwirklichung eines Lebenstraums. Für andere Gründe ist es pure Notwendigkeit, um ihr finanzielles Auskommen zu sichern. Doch kaum einer dürfte sich aufgrund der hohen Arbeitszeiten für den Weg in die Selbstständigkeit entscheiden.

Eine häufig zitierte Gründerweisheit besagt, dass wer sich selbstständig macht, vor allem selbst und ständig arbeiten muss. Bestätigt wird dies durch den KfW Gründungsmonitor, nach dem Selbstständige im Schnitt 48 Stunden pro Woche arbeiten im Vergleich zur durchschnittlichen Arbeitszeit von 38 Stunden pro Woche bei Angestellten. Und das Statistische Bundesamt hat in einer Studie festgestellt, dass 27 % der Selbstständigen mehr als 50 Stunden pro Woche arbeiten, während dieser Anteil bei Angestellten bei 3 % liegt.

Das ist zunächst auch nicht verwunderlich. Kann sich ein Angestellter auch mal eine kurze Zigarettenpause oder einen Tratsch am Kaffeeautomaten mit den Kollegen erlauben, zählt für den Selbstständigen die reine Nettoarbeitszeit. Die eigene Performance macht sich direkt monetär bemerkbar. Jede längere Auszeit reißt ein finanzielles Loch in die Kasse.

1. Mai Arbeit
Öfter mal eine Pause: das sollten auch Gründer und Selbstständige beherzigen

Doch was viele nicht wissen: Weniger Arbeit kann zu mehr Leistung führen. In einer internen Untersuchung ermittelte die amerikanische Unternehmensberatung Ernst & Young, dass die Leistungsbewertung ihrer Mitarbeiter für jeden zusätzlich genommenen Urlaubstag um 8% anstieg. Auch ein Experiment aus Schweden unterstützt die Eingangsthese. Die Großmolkerei Tine verordnete ihren Mitarbeitern einen 6-stündigen Arbeitstag. Sechs Jahre später überraschte das Ergebnis selbst die Befürworter des Projektes. Es konnte nicht nur eine starke Produktivitätssteigerung gemessen werden, die die 25 %-tige Arbeitszeitverkürzung kompensierte. Sie lag mit 50 % sogar weit darüber.

Für Selbstständige gibt es zugegebenermaßen keine vergleichbare Studie, doch lassen die erwähnten Beispiele eine klare Vermutung zu: Wer über Gebühr arbeitet, riskiert nicht nur sein Sozialleben und seine Gesundheit, sondern arbeitet auch ineffizienter.

Genauso wie ein verantwortungsvoller Fabrikant seine Maschinen von Zeit zu Zeit stehen lässt, um sie einer Wartung zu unterziehen, sollte man sich selbst hin und wieder eine Auszeit gönnen. Schließlich sind der eigene Geist und Körper für jeden Selbstständigen die wichtigste Ressource. Wer dies nicht beachtet riskiert den Totalausfall. Eigentlich weiß das jeder. Doch in Zeiten, in denen Überstunden und ein Burn-out zum vermeintlichen Statussymbol avanciert sind, muss dies trotzdem deutlich gesagt werden.

Eine jährliche Auszeit von mindestens zwei bis drei Arbeitswochen, sowie mehrere kürzere Pausen von der Universität Leipzig als optimaler Richtwert. Nutzen Sie den freien Tag doch dazu, sich Zeit für Ihre Familie und sich selbst zu nehmen und sich darüber Gedanken zu machen, wann ein guter Zeitpunkt für einen längeren Urlaub sein könnte.

Wir wünschen Ihnen einen erholsamen 1. Mai. Zudem freuen wir uns, wenn Sie sich noch kurz die Zeit nehmen und an der nachfolgenden Umfrage zum Thema Arbeitsbelastung teilnehmen. Im Anschluss können Sie direkt die Ergebnisse sehen. Vielen Dank!

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