Neuer Besucherrekord beim Startup Camp Berlin 2014



Investoren direkt ansprechen, Branchenexperten zum eigenen Gründungsvorhaben befragen und andere Gründer kennenlernen – also alles, was ein Gründerherz begehrt, wurde den Besuchern des StartUp Camp Berlin vergangene Woche geboten. Event-Initiator Sascha Schubert zieht ein Fazit zur zweitägigen Veranstaltung und verrät, was er zukünftig gerne ändern möchte.

Organisiert vom Entrepreneurs Club Berlin (ECB) fand am 20. und 21. März das StartUp Camp Berlin statt. Auf dem Campus der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin trafen sich Existenzgründer, Gründungswillige und erfahrene Unternehmer, um in Vorträgen zu hören, worin die Herausforderungen als Web-Gründer liegen oder welche PR-Strategien zum Erfolg führen. Auch die Finanzierungsmöglichkeiten per Crowdfunding, erreichte Meilensteine einzelner Start-ups wie die der Curated Shopping Plattform MODOMOTO und der Blick auf das Potenzial der deutschen Gründerszene aus Sicht der Kapitalgeber waren Themen des Events.

Brigitte Zypries
Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, schien sich beim StartUp Camp Berlin gut amüsiert zu haben (Bildquelle: Entrepreneurs Club Berlin)

Im Detail wurden Beratungsgespräche, eine Start-up-Messe und ein Pitch-Wettbewerb mit Aussicht auf Sachpreise geboten. In den „Office Hours” konnten Gründer mit individuellen Anliegen konkrete Fragen klären und sich von Branchenexperten und Gründercoaches Hinweise auf Optimierungsbedarf geben lassen. Auf der Tech Fair, eine Mini-Messe für Gründer, bekam eine Auswahl von Start-ups die Chance, sich den neugierigen Studenten, der Presse, anderen Unternehmern und interessierten Investoren zu präsentieren. Die Gelegenheit genutzt haben unter anderem die Entwickler der Panono Wurfkamera für 360°-Panoramabilder oder die Gründer von Protonet, ein Cloud-Server zur sicheren Datenspeicherung. Aber auch das Beratungsunternehmen Berlin Startup Consulting präsentierte sich und stand den Besuchern Rede und Antwort zu den Themen Finanzierung und Crowdfunding.

Auf die Plätze, fertig, Pitch!

Beim Pitch Marathon bekamen 24 Start-ups jeweils vier Minuten Zeit, ihre Geschäftsidee vorzustellen. Im Publikum saßen Venture Capital-Geber, Business Angels und andere Investoren sowie Medienvertreter, um sich ein Bild vom jeweiligen Potenzial zu machen. Wer es in dieser kurzen Zeit schaffte, die Zuhörerschaft vom eigenen Geschäftsmodell zu überzeugen, erhielt „Pitch Marathon Euros”. Dabei handelte es sich allerdings lediglich um eine symbolische Würdigung durch die anwesenden Investoren – und nicht um echtes Kapital. Das Start-up mit dem meisten „Cash” gewann den Pitch Marathon und damit exklusive Sachpreise.

Pitch Marathon
Pitch Marathon Survival-Kit: Ausgerüstet mit einer Broschüre zu allen präsentierenden Start-ups und „Pitch Marathon Euros” im Visitenkartenformat ging es in die Pitching-Runden

Im Wettbewerb um die Gunst der Investoren machten unter anderem folgende Start-ups eine gute Figur beim Pitch Marathon:

Die Entwickler der  zum Erlernen einer Fremdsprache sowie die Gründer der Plattform zur Vermittlung von Mentoren schafften es sogar aufs Siegertreppchen. Doch letztendlich gewonnen hat ein anderes Start-up. Welches das war und wie zufrieden die Organisatoren mit dem Event waren, erfahren Sie im Interview mit Sascha Schubert, Initiator des StartUp Camps Berlin.

Recitfga-bsl.info: Hallo Herr Schubert, mit dem tollen Wetter hatten Sie ja richtig Glück. Welches Fazit ziehen Sie zum StartUp Camp Berlin – ist es ebenso sonnig?

Sascha Schubert von StartUp Camp Berlin: Natürlich hat uns das gute Wetter in die Hand gespielt. Aber letztendlich führten nicht die klimatischen Bedingungen dazu, dass wir Organisatoren jetzt ein positives Fazit ziehen.

Seit vier Jahren veranstalten wir das Camp und in diesem Jahr haben wir die Rekordzahl von 700 Teilnehmern erreicht.

Sie alle hatten die große Chance, Investoren zu treffen und ihre Produkte vor einem Fachpublikum und den Medien zu präsentieren. Auch Gründungswillige konnten sich im Vorfeld ihrer Unternehmensgründung schon informieren und beraten lassen. Das hat sehr gut funktioniert.

Sascha Schubert von StartUp Camp Berlin
Sascha Schubert ist Gründer, Mitglied im Entrepreneurs Club Berlin und Organisator des StartUp Camp Berlin.

Recitfga-bsl.info: Wie lautet das bisherige Feedback der Start-ups, Investoren und Aussteller?

Sascha Schubert von StartUp Camp Berlin: Bislang haben wir sehr positives Feedback erhalten. Vor allem die Aussteller auf der Tech Fair äußerten sich überaus zufrieden. Der Messeraum war selbst zu Zeiten der Level-A-Speaker immer gut besucht und das Interesse an den ausgestellten Produkten und Dienstleistungen hoch. Uns hat es gezeigt: die Tech Fair hat bereits beim ersten Mal gut funktioniert.

Recitfga-bsl.info: Das StartUp Camp Berlin fand auf dem Campus der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin statt. Wie groß war das Interesse der Studenten am Event?

Sascha Schubert von StartUp Camp Berlin:

Seit wir das Camp ins Leben gerufen haben, war es das Ziel, das Thema Start-ups an die Hochschule zu bringen. Ziel erreicht: knapp ein Drittel der Teilnehmer waren studentische Gründer.

Recitfga-bsl.info: Die Investoren konnten beim Pitch Marathon symbolisch Kapital verteilen und der Sieger, das Berliner Start-up Task36, sammelte über 5 Mio. € ein – was gab es neben der symbolischen Anerkennung außerdem für die Teams und wie war das „reale“ Interesse der Investoren an den Start-ups im Nachgang?

Sascha Schubert von StartUp Camp Berlin: Das können wir im Moment noch nicht sagen. Das Spiel zielt letztendlich ja zunächst darauf ab, Investoren und Start-up Gründer ins Gespräch zu bringen, die sich im Vorfeld noch nicht kannten. Das ist bei vielen Events, die ich kenne, meist anders. Welche realen oder monetären Effekte der Gewinn des Pitch Marathons im Nachgang bedeutet, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen. Sicher ist, dass die drei Gewinner Erfolg versprechende Businessmodelle präsentiert haben.

Startup Camp Berlin Pitch Marathon
Sascha Schubert (r.) zusammen mit Task36 Gründer Philipp Stelzer (2.v.r.) und Julia Lazaro (3.v.r.) (Bildquelle: Entrepreneurs Club Berlin)

Recitfga-bsl.info: Welche Tipps geben Sie Start-ups, die sich in einem Elevator Pitch bewähren wollen?

Sascha Schubert von StartUp Camp Berlin: Gründer müssen bei einem kurzen Pitch die Idee so erklären, dass sie auch Nicht-Fachleute verstehen. Technische Details haben da noch nichts verloren. Wichtiger ist es, die Lösung für ein Problem zu skizzieren, das bestenfalls jeder kennt. Auch eine positive Ausstrahlung, Optimismus und Selbstbewusstsein helfen, für die eigene Idee zu begeistern.

Recitfga-bsl.info: Was lief an den beiden Tagen besonders gut, was überraschte und wo gibt es Optimierungsbedarf fürs kommende Jahr?

Sascha Schubert von StartUp Camp Berlin: Für mich war die Tech Fair mit dem Networking Bereich die schönste Neuerung. Das Wichtigste für uns Organisatoren ist es, den Teilnehmer den Zugang zu den Referenten zu erleichtern, d.h. auch in Zukunft wollen wir keine Räume mit 500 Zuhörern und einem Redner.

Allerdings haben wir dieses Jahr feststellen müssen, dass es am Freitagnachmittag einfach keinen Sinn macht, sieben Sessions parallel laufen zu lassen. Nach 80 Referenten in diesem Jahr könnte es also sein, dass es im nächsten Jahr weniger werden.

Recitfga-bsl.info: Nach dem Event ist bekanntlich vor dem Event. Gibt es schon Ideen und Pläne für das StartUp Camp Berlin 2015?

Sascha Schubert von StartUp Camp Berlin: Ja ganz viele! Das Camp wird nächstes Jahr wieder zum Frühlingsanfang stattfinden. Die Tech Fair werden wir ausbauen. Da wir vor zehn Jahren schon einmal mit einem ähnlichen Projekt – der StartupLounge – starteten, und wir dadurch quasi ein Jubiläum feiern, werden wir sicherlich noch ein paar weitere Highlights bekannt geben.

Recitfga-bsl.info: Vielen Dank für das Gespräch. Das klingt alles sehr spannend und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

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