Kultur und mehr: Marlene Haas von KULTpour



Jeden Freitag stehen bei uns Gründer und ihre Geschäftsideen und Erfahrungen im Mittelpunkt. Auch im neuen Jahr 2014 setzen wir diese Reihe fort (Rückblick auf die Top 10 Gründerstorys 2013). Den Anfang macht 2014 eine junge Gründerin aus Frankfurt, die mit ihrem Unternehmen KULTpour unterwegs ist.

Recitfga-bsl.info: Hallo Marlene, was verbirgt sich hinter KULTpour und was hat Dich zu einer Selbstständigkeit in diesem Bereich motiviert?
Marlene Haas von KULTpour: Hallo René, hinter KULTpour verbirgt sich eine eine-Frau-Agentur für Projektmanagement in den Bereichen Nachhaltigkeit, Kultur und Soziales.

Nach meiner Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau war die Selbstständigkeit zunächst Mittel zum Zweck – ich fand keine zu meinen Bedürfnissen passende Stelle und nahm Veranstaltungsprojekte an. Dann kam die Zeit, in der mir Festanstellungen in sehr guten Kulturbetrieben  angeboten wurden und ich merkte plötzlich, dass mich etwas zurückhielt. Da lag der Entschluss nahe, die Selbstständigkeit zu professionalisieren und ein für mich stimmiges Konzept zu entwickeln, um mit Leib und Seele die berufliche Gegenwart und Zukunft voranzutreiben.

Recitfga-bsl.info: Wer gehört zu Deinen Zielkunden und welche Projekte hast Du bspw. schon betreut?
Marlene Haas von KULTpour: Meine Zielkunden haben sich von Kulturbetrieben zu mittlerweile städtischen Institutionen entwickelt, die für Fachveranstaltungen Support im Veranstaltungsmanagement und Marketing benötigen.

Marlene Haas KULTpour
Junge Gründerin: Marlene Haas von KULTpour

Ich strebe jedoch an, weitere Kunden im Bereich Nachhaltigkeit zu akquirieren – wie Forum Futura mit dem Heldenmarkt 2013 – und eigene Incentive-Formate und Kultur- sowie Nachhaltigkeitsprojekte zu entwickeln, so dass sich das Spektrum zum einen auf Firmen und zum anderen auf Endverbraucher erweitert.

Recitfga-bsl.info: Was sind die Herausforderungen im Veranstaltungsmanagement?
Marlene Haas von KULTpour: Die  größte Herausforderung ist für mich, dass klare Absprachen über Zuständigkeiten mit Kunden nicht immer leicht umsetzbar sind bzw. die unterschiedlichen Kommunikationsebenen zu Missverständnissen und Unzufriedenheit führen können.

Recitfga-bsl.info: Viele Unternehmen haben sich ja Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben – wie ist es allerdings in Deiner Praxis um die Nachhaltigkeit der Projekte auf Unternehmensebene bestellt?
Marlene Haas von KULTpour: Bei Projektaufträgen von Kunden kann ich nicht alles so umsetzen, wie es mir meine Nachhaltigkeitsüberzeugung vorschreibt. Jedoch ist es wichtig, zwischen sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit zu unterscheiden. Da sich meine Projektaufträge alle in den genannten Themenfeldern bewegen, ist meist eine der beiden Formen erfüllt.

Zudem lasse ich beratend mein Fachwissen aus dem CSR-Bereich einfließen und merke, dass der stete Tropfen doch etwas bewirken kann. Bei meinen eigenen Projekten habe ich diesbezüglich andere Spielräume und kann meine Grundsätze eigenverantwortlich einhalten.

Recitfga-bsl.info: Ein wesentliches Thema für Dienstleister wie dich ist bestimmt auch die Preisgestaltung – welche Erfahrungen hast du hier gemacht und wie kalkulierst du deine Preise?
Marlene Haas von KULTpour: Zunächst gehe ich von Stundensätzen aus, die durchaus variieren können, da es zum Teil Projekte geringen Budgets gibt, die ich gerne als Referenz durchführen möchte und dies dann auch günstiger bewerkstelligen kann.

Jedoch kann ich von Gutmenschentum alleine nicht leben und habe die Erfahrung gemacht, dass viele mich aufgrund meines jungen Aussehens preislich drücken wollen. Das gelingt aber nur, wenn ich es zulasse. Deshalb liegt die Preisgestaltung letztendlich an meinem Auftreten als Unternehmerin.

Recitfga-bsl.info: Wie machst Du Marketing und welche Rolle spielen Social Media für Dich?
Marlene Haas von KULTpour: Marketing besteht für KULTpour ausschließlich aus Mund-zu-Mund-Propaganda und über Kaltakquise für spezielle Projekte wie der Heldenmarkt, die mich persönlich interessieren. Social Media nutze ich als Kanal, um auf Themen aufmerksam zu machen, die der Firmenphilosophie entsprechen und um über eigene Projekte zu informieren.

Recitfga-bsl.info: Du bist ja bereits in jungen Jahren als Selbstständige unterwegs – Vor- oder Nachteil?
Marlene Haas von KULTpour: Beides. Nachteile sind meine damals fehlende Berufs- und Lebenserfahrung, daraus resultierend ein Mangel an Selbstsicherheit, Mangel an einem Rahmen schaffenden Feedback und Austauschmöglichkeiten. Vorteile sind jedoch ganz klar der Mut Risiken einzugehen, zeitliche und inhaltliche Flexibilität und Belastbarkeit. Zudem hat man noch keine Verantwortung für eine Familie zu übernehmen.

Mit wachsendem Vertrauen und positivem Blick kann man die Selbstständigkeit mit einem Spielfeld vergleichen, auf dem man einiges ausprobieren kann, um sich zu verwirklichen – wenn man die Regeln kennt, macht es Spaß!

Recitfga-bsl.info: Hast du eigentlich auch klassische Gründerberatung als Starthilfe in Anspruch genommen und wo erhältst du heute Rat und Tat?
Marlene Haas von KULTpour: Ich hatte Beratung von jumpp, ein Verein für Gründer(innen). Als sehr direkter und offener Mensch habe ich mir zudem immer Mentoren gesucht, die mich noch heute begleiten und ohne die ich nicht da wäre, wo ich nun bin!

Recitfga-bsl.info Neben deinem klassischen Tagesgeschäft arbeitest Du auch noch an weiteren Projekten – worum handelt es sich dabei konkret?
Marlene Haas von KULTpour: Genau, wie schon angeschnitten, habe ich ein Projekt im Bereich Nachhaltigkeit auf lokaler Ebene konzipiert. Unter dem Dach von sollen lokale Gemeinschaften, die LABELS, entstehen. Diese Gemeinschaften bestehen aus lokalen Kleinbetrieben, die ökologisch, sozial oder kulturell nachhaltige Produkte anbieten oder sich in einen Prozess dorthin begeben möchten.

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Lust auf besser leben? Eine Initiative von Marlene Haas

In einem Online Guide werden diese Betriebe kategorisiert, damit die Verbraucher durch leicht zugängliche Informationen anfangen können, ihr Konsumverhalten zu ändern. Ziel ist es, mehr Lebensqualität auf lokaler Ebene zu schaffen, in dem innerhalb der Gemeinschaft alle an einem Strang ziehen, gemeinsame Veranstaltungen besuchen und so der drohenden Fokussierung auf die Innenstädte aktiv entgegenwirken.

Recitfga-bsl.info: Wenn du zurückblickst – was waren besonders schwierige und was besonders schöne Momente deiner Selbstständigkeit?
Marlene Haas von KULTpour: Besonders schwierig waren Situationen, in denen ich nicht für voll genommen wurde und mir Fehler unterlaufen sind, deren Kritik nicht auf Menschlichkeit, sondern auf fehlende Erfahrung zurückgeführt wurden, um mich klein zu halten. Das Schwierige daran ist jedoch nur, wie man selbst darauf reagiert – wenn man noch kein Fell hat, treffen einen die Pfeile sofort.

Besonders schön war der Moment, in dem ich mich bewusst für die Professionalisierung der Selbstständigkeit entschied und die vielen kleinen Momente, in denen ich Menschen treffe, die trotz widriger Umstände ihren Spirit und eine positive Ausstrahlung bewahren und an eine Veränderung, die selbst erzeugbar ist, glauben.

Recitfga-bsl.info: Welche Vorsätze hast du für das Jahr 2014?
Marlene Haas von KULTpour:

Sonntags konsequent frei zu machen und das Handy auszuschalten, um dafür an den restlichen Tagen umso gestärkter arbeiten zu können!

Recitfga-bsl.info: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg im Jahr 2014!

Kontakt:

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  • KULTpour
    Marlene Haas
    Kinkelstraße 9, 60385 Frankfurt
    Mobil 0178 523 97 89
    Mail [email protected]
    Web
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