Zwei Social Start-ups: fairnopoly und Sunsteps.org



Sie verzichten auf Luxus, große Gehälter und Dienstwagen und suchen sich lieber eine Tätigkeit, die sie persönlich ausfüllt. Gründer von Social Start-ups verfahren ganz nach dem Motto “Gutes tun, tut gut” und fokussieren sich mit ihren Geschäftsideen mehr auf einen gesellschaftlichen Wandel als den eigenen Profit. Aktuelle Beispiele sind der Onlinemarktplatz Fairnopoly, der sich als Fair-Trade Alternative zu Amazon und eBay positioniert und die Spendenplattform Sunsteps.org, eine Fundraisingwerkzeug für kleine wohltätige Vereine.

Transparent und Fair: die eBay Alternative Fairnopoly

Fairnopoly ist ein Onlinemarktplatz, auf dem alles gehandelt werden darf, das legal ist. Ein Fokus liegt auf dem Handel von „Fair Trade” Produkten, der von einer vergünstigten Verkaufsprovision von nur 3% profitiert. Ein Prozent von jeder Transaktion wird zudem an Initiativen für Transparenz und gegen Korruption gespendet.

Die soziale Geschäftsidee Fairnopoly möchte mit einem konsequent auf Transparenz, Mitbeteiligung und Fairness getrimmten Unternehmensmodell Platzhirsche wie Amazon und eBay angreifen. Eine Herkulesaufgabe, wenn man betrachtet, dass über beide Plattformen mehr als 90% der Onlineumsätze von kleinen und mittleren Onlinehändlern in Deutschland abgewickelt werden.

Doch Fairnopoly konnte bereits erste Erfolge feiern. Die Gründung einer eingetragenen Genossenschaft fand bereits vor einem Jahr statt, es konnten bereits zwei Crowd funding-Kampagnen erfolgreich abgeschlossen werden, das dritte Crowd funding mit einem Ziel von 500.000 Euro ist gerade aktiv.

Der Online-Markplatz von fairnopoly (Quelle fairnopoly.de)
Der Online-Markplatz von fairnopoly (Quelle fairnopoly.de)

Was Fairnopoly besonders macht, ist das Mitbeteiligungsprinzip. Die Unternehmensführung wird demokratisch durch die Mitarbeiter gewählt, zudem kann jeder Nutzer Anteile von Fairnopoly für jeweils 50 Euro zeichnen.

Der Maximaleinsatz wird bei 10.000 Euro gedeckelt, um unabhängig von Großinvestoren zu bleiben. Fairnopoly nennt das Genossenschaft 2.0.

Ein weiteres Erfolgsprinzip ist die umfassende Einbindung der Öffentlichkeit. Jeder der möchte, kann sich als sogenannter Fairnopoly Held verdingen, indem er beispielsweise bei der Weiterentwicklung der Online-Plattform, beim Marketing oder bei der Akquise von Händlern mitarbeitet. Als Entlohnung erhalten diese für jede Arbeitsstunde Punkte, die zur Zeichnung von Anteilen genutzt werden können.

Auch bei der Gewinnausschüttung geht Fairnopoly einen anderen Weg als klassische Unternehmen. Ein Viertel der Profite werden an die Genossenschaftsmitglieder ausgeschüttet, ein Viertel an die Fairnopoly Helden, ein weiteres Viertel wird für einen guten Zweck gespendet und das restliche Viertel in die Weiterentwicklung des Online-Marktplatzes reinvestiert.

Wer mehr zu Fairnopoly erfahren möchte, kann sich den ausführlichen Businessplan auf der Crowd-funding Plattform startnext.de anschauen oder sich unter fairnopoly.de einen eigenen Eindruck vom fairen Online-Marktplatz verschaffen.

Kostenloses Spenden beim Online-Shopping mit Sunsteps.org

Man stelle sich vor, Onlineshops würden bei jedem Einkauf 5% des Umsatzes an ein soziales Projekt spenden. Alleine bei Amazon wären in Deutschland  letztes Jahr  so über 345 Mio Euro zusammengekommen, rechnet das süddeutsche Social Start-up Sunsteps.org vor.

Die Karlsruher möchten aus dieser Utopie Wirklichkeit machen. Sie haben eine Online-Plattform entwickelt, auf der über 1.300 Online-Partnern gelistet sind. Darunter befinden sich unter anderem große Namen des E-Commerce wie Otto, Zalando und Amazon. Leitet die soziale Geschäftsidee Sunsteps.org einen seiner Nutzer auf einen Online-Shop weiter, wird für jede Vermittlung eine Verkaufsprovision fällig. Im Gegensatz zum klassischen Affiliate Marketing werden diese allerdings nicht als Profit an die Betreiber der Plattform ausgezahlt, sondern für ein wohltätiges Projekt gespendet. Sunsteps.org gibt an 70% der Einnahmen weiterzureichen und 30% für die Weiterentwicklung der Plattform zu nutzen.

Den Gründern von Sunsteps.org geht es darum zu zeigen, dass jeder in seinem Alltag Gutes tun kann. Mit den Spenden soll bewirkt werden, dass kleinere Projekte nicht mehr an Geldmangel scheitern. Sunsteps.org behandelt Themen wie Corporate Social Responsibility und geht auf das wachsende Bedürfnis der Bevölkerung zu mehr sozialer Verantwortung ein. Der Online-Handel profitiert dadurch, dass dieser Kundengruppe ein zusätzliches Argument für den Onlineeinkauf gegenüber dem stationären Handel geboten wird.

Sunsteps.org lässt Online-Shops beim Einkauf Geld spenden
Sunsteps.org lässt Online-Shops beim Einkauf Geld spenden

Wer an Sunsteps.org vor dem Einkauf erinnert werden möchte, für den gibt es ein Browserplugin. Dieses erkennt automatisch teilnehmende Onlinepartner und weist auf die Spendenmöglichkeit auf Sunsteps.org hin. Seit Oktober haben auf diese Art und Weise über 400 Sunsteps-Nutzer Spenden für verschiedene soziale Projekte gesammelt.

Weitere Geschäftsideen im Internet finden Sie auf Recitfga-bsl.info.

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