Gründer stellen sich vor… heute mit Jens Schmelzle von simpleshow



Auf dem Portal Recitfga-bsl.info stellen sich regelmäßig Existenzgründer und Selbstständige mit ihrer Geschäftsidee und ihrem Unternehmen vor. Heute sprechen wir mit Jens Schmelzle von simpleshow, ein Unternehmen, das alles in 3 Minuten erklären kann.

Recitfga-bsl.info: Herr Schmelzle, was macht die simpleshow?

Jens Schmelzle von simpleshow: Die für Jedermann verständliche Erklärvideos. In nur 3 Minuten erklären wir komplexe Sachverhalte einfach und sympathisch. Die Zielgruppe kann dabei vom Mitarbeiter bis zum Endkunden reichen und vom Marketingentscheider bis hin zum Konzern-Vorstand. Weltweit erfolgreich gemacht hat uns das eigene Standardformat mit echtem Papier, wir produzieren aber auch individuell gestaltete Animationsclips (“simpleshow custom“). Darüber hinaus sind wir im interactive-Bereich bestens aufgestellt. Wir bieten unseren Kunden also nicht nur Videos, sondern auch Abspielumgebungen oder kleine Online-Lernkurse inklusive Tests. Eben fast alles rund um einfache Wissensvermittlung.

Recitfga-bsl.info: Sie haben das Start-up 2008 gegründet – wer gehörte damals noch mit zum Gründerteam und wo steht das Unternehmen heute?

Jens Schmelzle von simpleshow: Gegründet habe ich die simpleshow gemeinsam mit Adrian Thoma, das war in der Endphase unseres Studiums an der Hochschule der Medien. Adrian ist heute Geschäftsführer des Social Commerce Innovators sellaround.net. Bei der Gründung der simpleshow wurden wir von Business Angel Christoph Bertsch unterstützt. Er hat uns ermutigt, nicht lange zu fackeln, sondern Dinge einfach in die Tat umzusetzen.

Das Führungsteam besteht heute aus Detlev Weise (Chief Executive Officer), Kai Blisch (Chief Creative Officer) und mir als Chief Operating Officer. Der Hauptsitz befindet sich nach wie vor in Stuttgart, aber auch das Berliner Team wächst rasant. Die beiden deutschen Standorte bilden die treibenden Kräfte für die internationale Expansion. Wir produzieren schon Clips in über 40 Sprachen und betreiben Büros in Singapur, New York und London. Weitere Länder sollen irgendwann dazukommen.

Recitfga-bsl.info: Wie haben Sie die Internationalisierung gemeistert und wo lagen bei der Unternehmensentwicklung die größten Herausforderungen?

Jens Schmelzle von simpleshow: Die Eröffnung internationaler Standorte erfordert zunächst sehr viel Disziplin in der Analyse und der Dokumentation bestehender Prozesse. Erst dann kann man die Eröffnung eines neuen Standortes koordinieren und effektiv in Gang bringen. Dazu kommt eine genaue Markt- und Standortrecherche sowie ein professionelles Recruiting- und Ausbildungssystem. Für Letzteres haben wir sogar unsere eigene „simpleshow academy“ gegründet, die alle Teammitglieder trainiert und zertfiziert.

Recitfga-bsl.info: Wie erfolgte die Finanzierung des Start-ups bisher?

Jens Schmelzle von simpleshow: Wir können mit Stolz sagen, dass wir völlig ohne Venture Capital ausgekommen sind. Von Anfang an waren wir in der glücklichen Situation, dass wir genug Anfragen hatten, um alleine aus dem Cash Flow zu wachsen. Das ist bei einem solch rasanten Wachstum ungewöhnlich und nicht ganz einfach, aber wir haben es bislang geschafft.

Recitfga-bsl.info: Können Sie uns ein paar Leistungs- und auch Finanzkennzahlen nennen?

Jens Schmelzle von simpleshow: Wie gesagt war unser organisches Wachstum ohne großes Fremdkapital eine der größten Herausforderungen. Wir haben vor vier Jahren mit ein paar Leuten im Keller angefangen und dann jedes Jahr dem Umsatz und die Mitarbeiterzahl ungefähr verdoppelt.

Ohne jetzt den genauen Jahresumsatz zu nennen: es handelt sich um eine mittlere siebenstellige Summe. Momentan arbeiten ca. 40 Festangestellte und nochmal genauso viele freie Mitarbeiter bei der simpleshow, wobei wir kontinuierlich Personal suchen.

Recitfga-bsl.info: Wie hat sich der Markt und Wettbewerb nach Ihrem Erfolg entwickelt und wie können Sie sich weiterhin abgrenzen?

Jens Schmelzle, Gründer von simpleshow

Jens Schmelzle von simpleshow: Wir haben die Papier-Legetricktechnik weltweit maßgeblich geprägt und waren die ersten, die eine kreative Dienstleistung auf diese Weise standardisiert angeboten haben. Daher kann man uns durchaus als das „Original“ bezeichnen.

Das Medium an sich ist eben einfach genial: in einem sehr simplen Setup wird die Botschaft mittels 2 Händen und Papier-Scribbles leicht verständlich dargestellt. Das Ganze ist wirkungsvoll und auch noch viel günstiger als ein Realdreh mit Schauspielern oder eine aufwändige Animation. Die simpleshow reduziert Komplexitäten und wirkt daher aufgeräumt und leicht verständlich. Daher denken einige Agenturen, dass solch ein Clip auch nicht so schwierig herzustellen sei und versuchen sich selbst daran. Es gibt immer mehr Anbieter, die unser Format und Geschäftsmodell 1:1 kopieren wollen. Das geht so weit, dass sogar unser Name, unsere Prozesse und unsere Preisliste als eindeutig wiedererkennbare Vorlage dienen.

Es ist aber nicht damit getan, einen Zeichner zu suchen und eine Kamera über den Tisch zu hängen. Die Qualität, die in jedem einzelnen Prozessschritt steckt, ist bei uns auf einem Top-Niveau, besonders im Bereich Konzeption. Wir sind seit 2008 stetig dabei, uns zu verbessern. Unsere Erfahrung muss erst einmal jemand aufholen. Auch für viele Kunden ist die Qualität der Clips der entscheidende Faktor und sie wissen dies bei uns sehr zu schätzen. simpleshow-Erklärvideos sind eine professionelle Kombination aus Emotion und Didaktik, geeignet für alle Themen und Inhalte. Und das Ganze wissenschaftlich fundiert.

Recitfga-bsl.info: Zu den Kunden zählen bspw. E.ON, Mercedes, ebay oder auch die Commerzbank – wie gelingt es Ihnen auch Großkonzerne als Kunden zu gewinnen?

Jens Schmelzle von simpleshow: Der simpleshow-Effekt funktioniert, der Herstellprozess ist reibungslos und das Ergebnis überzeugt. Gute Qualität spricht sich zum Glück auch heute noch herum – auch bei Entscheidern der internationalen Großkonzerne. Einer der wichtigsten Punkte ist dabei sicherlich unsere Erfahrung mit großen Kunden und komplexen Themen. Wir bieten z.B. eine problemlose Skalierbarkeit, auch bei internationalen Großaufträgen. Normalerweise wird jeder Neukunde zum Stammkunden und empfiehlt uns auch noch an seine Geschäftspartner weiter. Das ist natürlich die beste Werbung, die es gibt.

Recitfga-bsl.info: Wozu wird die simpleshow in den Unternehmen eingesetzt?

Jens Schmelzle von simpleshow: Die Anwendungsgebiete wachsen täglich. Dabei reicht die Bandbreite von sehr „weichen“ Themen wie z.B. Kommunikationsrichtlinien bis hin zur Erklärung technischer Prozesse. In der internen Unternehmenskommunikation wird die simpleshow meistens im Vertrieb, Training oder auch Change Management eingesetzt. Auf der anderen Seite eignet sich die simpleshow gleichfalls als Kommunikationstool für (potenzielle) Kunden oder Stakeholder, ist also in Bereichen wie Marketing, PR, Sales und Kundeninformation im Einsatz. Nennen Sie mir ein Thema – Ich bin sicher, solange es nicht moralisch oder ethisch verwerflich ist, können wir es erklären!

Recitfga-bsl.info: Die simpleshow eignet sich sicherlich auch um Geschäftsideen gut zu verpacken – worauf kommt es aus Ihrer Sicht beim Storytelling an?

Jens Schmelzle von simpleshow:Zunächst einmal sollte man sich zuvor ganz bewusst auf seine Kernaussagen beschränken. Erst dann kann man anfangen, eine kreative Geschichte zu entwerfen. Die entscheidenden Faktoren sind dabei Identifikation, Dramaturgie und Auflösung.

Man sollte also die richtigen Charaktere einführen, meistens orientieren sich diese an der Zielgruppe. Beim Szenario sollte darauf geachtet werden, dass es ein praxisnahes Beispiel mit einem logischen Handlungsstrang und einem gewissen Spannungsbogen ist. Die Auflösung beschreibt das Fazit am Ende, das oftmals mit einer Handlungsaufforderung einhergeht. Im Prinzip sind all dies Dinge, die man schon in der Grundschule beim Aufsatzschreiben lernt. Man muss es nur ein bisschen anders anwenden.

Die simleshow erklärt die simpleshow:

Recitfga-bsl.info: Und zum Abschluss: welche Gründungsratschläge würden Sie angehenden Unternehmern aus Ihrer Erfahrung mit auf den Weg geben?

Jens Schmelzle von simpleshow:Ganz grundsätzlich muss ich sagen, dass man eine große Portion Leidenschaft für sein Produkt mitbringen sollte und diese sich auch nach mehreren Jahren nicht abnutzen darf. Wenn Dich Deine Arbeit nicht ausreichend motiviert oder Du nicht weiterkommst, dann erfinde Dein Produkt neu oder lass es ganz bleiben. Dinge halbherzig zu machen, werden Dich nie zum Erfolg führen. Außerdem musst Du eine Vision haben, auf die Du Dich mit vielen kleinen Zwischenzielen kontinuierlich zubewegst. Diese Zwischenziele sollten ambitioniert sein, aber nicht unrealistisch.

Falls es darum geht, sein Produkt jemandem vorzustellen – z.B. einem Investor oder auch der Öffentlichkeit – dann konzentriere Dich auf das Wesentliche. Erst kürzlich habe ich zu diesem Thema einen Workshop auf der Gründerkonferenz Idealab! gehalten. Meine Quintessenz zum Thema „Explain your business“ war: „Keep it simple. Tell a story. Visualize it.“

Recitfga-bsl.info: Vielen Dank für das Gespräch!

Alle Gründer-Interviews finden Sie unter “Gründer stellen sich vor

Kontakt

simpleshow gmbh
Kristin Michels
Telefon: 030.80 95 02 11 6
E-Mail: [email protected]
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