Gründer stellen sich vor… heute mit André Nünninghoff von iButler.me



Auf dem Portal Recitfga-bsl.info stellen sich regelmäßig Existenzgründer und Selbstständige mit ihrer Geschäftsidee und ihrem Unternehmen vor. Heute sprechen wir mit André Nünninghoff von iButler.me, ein Unternehmen, das Bestellungen aus dem Internet nach Hause liefert.

Recitfga-bsl.info: Herr  Nünninghoff, stellen Sie sich doch bitte kurz unseren Lesern vor und erklären Sie, warum Sie sich selbstständig gemacht haben?

André Nünninghoff, Gründer von iButler.me

André Nünninghoff von iButler.me: Mein Name ist André und ich entstamme einem guten 84er Jahrgang aus der Stadt Duisburg. Von der Schule bin ich zur Bundeswehr gegangen um meinen Wehrdienst zu leisten, danach wurde ich bei der Feuerwehr Gladbeck zum Rettungsassistenten ausgebildet. Wobei ich früh gelernt habe was es heißt Verantwortung zu übernehmen, denn bei einem Menschen darf man sich keine Fehler erlauben.

Anschließend bin ich ins Tischlerhandwerk gewechselt und wurde später als Führungskraft beruflich in die schönen Niederlande abgeworben. So gesehen bin ich früh herum gekommen und durfte mir so dankend, sehr viele Eindrücke aus unterschiedlichen Bereichen des Lebens anschauen. Jetzt versuche ich alle diese gesammelten Erfahrungen in der richtigen Mischung bei iButler.me „wir liefern – Sie feiern“ umzusetzen.

Recitfga-bsl.info: Ihr Start-up heißt iButler – was verbirgt sich dahinter und wie sind Sie auf die Idee gekommen?

André Nünninghoff von iButler.me: Der Name steht eigentlich für i(nternet)Butler und dahinter verbirgt sich ein persönlicher Butler, der die Bestellung aus dem Internet schnell nach Hause liefert. Das ist natürlich kein Name, den man sich merken kann, daher wurde daraus kurzerhand iButler.

Die Grundidee eines Lieferdienstes hatte ich schon lange, aber ausschlaggebend war eine standesamtliche Hochzeit in meiner Familie. Während die Feierlichkeit zur späten Stunde den Höhepunkt erreichte, sank die Anzahl der Getränke in Richtung Tiefpunkt. Als Trauzeuge hatte ich die Aufgabe, das nahende Unglück aufzuhalten. Also mussten schnell Getränke organisiert werden, ohne dass die Gäste etwas davon mitbekamen. Fahren durfte natürlich auch keiner mehr und in der Gegend war kein Nachtlieferdienst verfügbar. Letztendlich hat an diesem Abend ein Taxifahrer, der die Getränke geholt hat, in einer Stunde mehr verdient, als in einer ganzen Woche. Denn wie einige vielleicht aus schmerzlicher Erfahrung selbst wissen, lassen sich Taxiunternehmen diesen Extraservice, an der Tankstelle Getränke für eine Feier einzukaufen und zu liefern, für meinen Geschmack viel zu gut bezahlen. So dachte ich mir: André, das kannst du besser, schneller und vor allem bezahlbarer für Kunden machen!

Recitfga-bsl.info: Wer gehört denn noch zum Team von iButler und wie sind die Aufgaben verteilt?

André Nünninghoff von iButler.me: Hinter den Kulissen am Corporate Design und der IT-Administration arbeitet Dennis Schulz aus Duisburg. Wir sind langjährige Schulfreunde und konnten bereits in jungen Jahren an einigen wichtigen Projekten zusammen arbeiten. Nur aus diesem Grunde ist es mir als Geschäftsinhaber möglich, nach allen betrieblichen Angelegenheiten auch nachts aktiv als iButler vor Ort beim Kunden zu sein.

Da Dennis schon immer mein Ansprechpartner für Webanwendungen und die dazugehörige Technik war, habe ich ihn im Dezember 2011 eigentlich nur „kurz“ um Hilfe gebeten. Aus der kurzen Hilfeleistung wurde eine zunehmende Begeisterung für meine Geschäftsidee vom iButler. Durch das technische Know-how von Dennis, meine eigenen operativen Geschäftsfähigkeiten, sowie unsere gemeinsamen Ideen und das Engagement, ist aus einer kleinen Flamme in meinem Kopf nach kurzer Zeit und viel Teamwork ein ganzes Buschfeuer an Ideen entstanden. Es lag natürlich nah, die Idee zu verwirklichen und iButler.me dann im Februar 2012 zu gründen.

Dabei darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass eine junge Firma mitunter nur langfristigen Erfolg haben kann, wenn der Partner voll hinter der eigenen Idee steht, sich aktiv am Unternehmen mit eigenen Vorstellungen und Ideen beteiligt und somit den Geschäftsführer auch privat unterstützt. Schließlich möchte ich langfristig meine Familie ernähren und nicht als geschiedener Ehemann alleine im iButler.me Büro schlafen müssen.

Daher möchte ich an dieser Stelle meiner bezaubernden Ehefrau, sowie Familie und Freunden für die zahlreichen Vorschläge, konstruktive Kritik und die liebevolle Unterstützung auf dem bisherigen Weg herzlich danken!

Recitfga-bsl.info: Wie funktioniert iButler und mit welchen Kosten muss der Kunde rechnen bzw. womit verdienen Sie im Endeffekt Geld?

André Nünninghoff von iButler.me: Wir achten sehr auf den Jugendschutz, daher richtet sich unser Angebot vornehmlich an Kunden die mindestens 18 Jahre alt sind. Unser Ziel ist es, dass Menschen, die eine Party organisieren, an iButler.me denken und ihre Waren dann bei uns bestellen.

Interessierte Kunden können ab dem 17. November 2012 bei uns im Onlineshop die gewünschten Produkte wie z.B. verschiedene Getränke und Snacks in ein „Paket“ packen. Dieses wird dann nicht vom Pizzaboy ausgeliefert, sondern von einem iButler. Was für sie den Unterschied ausmacht, können Neukunden nach ihrer Bestellung bei uns, am besten selbst beurteilen und im Netz verbreiten.

Durch iButler.me wird das Prinzip eines Lieferdienstes nicht neu erfunden, aber wir wollen etwas bewegen, eine kleine Revolution starten und so mehr Schwung in eine festgefahrene Branche der Lieferdienste bringen.

Dafür dass unsere Kunden nicht um 1 Uhr nachts am Wochenende im Dunkeln die Party verlassen, den Führerschein riskieren oder zu viel Geld an der Tankstelle ausgeben müssen, berechnen wir eine kleine Summe für die Produkte und unsere Dienstleistung. Schließlich muss der iButler ja auch mal selbst was essen und trinken.

(Quelle: Screenshot Website ibutler.me)

Recitfga-bsl.info: Was waren auf dem Weg zum Start von iButler die größten Herausforderungen und wie haben Sie das Start-up bisher finanziert?

André Nünninghoff von iButler.me: Gegründet habe ich iButler.me mit Eigenkapital sowie einer kleinen finanziellen Unterstützung der Familie, denn ich möchte nicht direkt mit Schulden bei einer Bank ins Geschäftswesen starten. Natürlich haben wir im Team für die Zukunft konkrete Vorstellungen, wie wir unser Jungunternehmen monetarisieren können, um auch bleibende Umsätze zu erzielen und Stammkunden sowie Neukunden für unsere Produkte zu begeistern. Aber das ist, wie man so schön sagt, noch unser Geschäftsgeheimnis.

Die größte Herausforderung besteht darin, die Gründung in Eigenregie zu stemmen. Sobald man die erste Post vom Finanzamt, BGN, IHK u.v.m. mit Fragebögen erhält, stehen bereits gefühlte zweitausend Fragezeichen über dem Kopf.

Ich war mir aber von Anfang an sicher, dass ich von Dingen, über die ich zu wenig weiß, die Finger lasse. Leider habe ich einige Selbstständige gesehen, die an dieser Aufgabe gescheitert sind, weil sie meinten, wirklich alles alleine machen zu müssen. Wir wollen diesen Fehler nicht machen, sondern daraus lernen und haben somit für alle wichtigen Dinge, wie z.B. die rechtssichere Rechnungserstellung, Steuerberatung, Logistik usw. kompetente Partner an der Hand. So können wir uns auf das Kerngeschäft konzentrieren und haben bei wichtigen Dingen immer einen Ansprechpartner. Diese Dienste sind natürlich nicht kostenlos für uns, aber wir investieren lieber etwas mehr in ein solides Grundgerüst, statt hinterher festzustellen, dass es so nicht funktioniert.

Unabhängig von alledem, ist es für mich persönlich immer noch die beste Entscheidung, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Ich habe natürlich Zweifel und Ängste, aber wie man so schön sagt: „Wer nichts wagt, der kann auch nichts gewinnen“. Außerdem ist ein unheimlich schönes Gefühl zu sehen, was aus einer kleinen Geschäftsidee mit viel Liebe und dem richtigen Team entstehen kann. Nun heißt es die Theorie ab morgen in die Praxis umzusetzen und zu schauen, ob unser Konzept auch bei den Kunden ankommt.

Recitfga-bsl.info: Sie starten zunächst in Düsseldorf und Umgebung – welche Marketingmaßnahmen setzen Sie ein, um iButler schnell bekannt zu machen?

André Nünninghoff von iButler.me: Da unser offizieller Start unmittelbar bevorsteht, haben wir am 10. November in den Stadtteilen Düsseldorf-Urdenbach, Benrath und Langenfeld eine Guerilla Marketing Aktion mit kleinen Geschenken für alle Interessierten organisiert. Weitere Marketingaktionen laufen im November auch über das World Wide Web sowie natürlich über die Sozialen Kanäle wie Facebook oder Twitter.

Dieser Aufwand nützt uns aber nichts, wenn wir am Ende keine zufriedenen Kunden haben. Daher arbeiten wir nach dem Motto: „Qualität ist, wenn der Kunde zurück kommt und nicht das Produkt“. Unser Ziel ist es, dass der Kunde ein gutes Gefühl dabei hat, bei uns bestellt zu haben. Aus diesem Grund zeigt unser Logo ein sich freuendes Piktogramm. Dies steht als Symbol für all unsere zukünftigen Kunden und ihre Gäste. Sie sollen Spaß haben! Das ist unser Anspruch und der Blick auf unser Logo erinnert uns jeden Tag daran.

Zudem werden wir iButler.me weiter verstärkt in die sozialen Netze bringen. Dort treffen sich die Menschen tagsüber von überall, über das Mobiltelefon aus der Bahn oder aus dem Café in der Fußgängerzone. Wir haben heute ständig Kontakt. Dort wollen wir die Menschen gerne abholen und zusammen bringen, damit sie sich treffen und gemeinsam Spaß haben. Für die schnelle Kommunikation sind solche sozialen Netzwerke mittlerweile zu einem festem Bestandteil in unserer Gesellschaft gworden. Die Menschen tun sich zusammen, bestellen bei uns und wir kümmern uns um den Rest. „Wir liefern – Sie feiern“

Recitfga-bsl.info: Sehen Sie Düsseldorf als Testregion bevor Sie ganz Deutschland in den Blick nehmen? Haben Sie schon konkrete Pläne für die Expansion wie bspw. über ein Franchisesystem oder peilen Sie Venture Capital an?

André Nünninghoff von iButler.me: Da wir ein kleines, aber sehr engagiertes Start-up sind, konzentrieren wir uns zu Beginn natürlich hauptsächlich auf eine Stadt, denn in Düsseldorf wurde iButler.me gegründet und dort findet dementsprechend auch das sogenannte Proof of Concept statt.

Interessierte Kunden, die nicht aus Düsseldorf kommen, können natürlich trotzdem bei uns das gewünschte Paket bestellen. Dieses senden  wir dann allerdings mit etwas mehr Wartezeit über einen DHL-„Butler“ zu. Nur so haben auch Kunden außerhalb von Düsseldorf die Möglichkeit, uns in Anspruch zu nehmen.

Wenn das Konzept iButler.me erfolgreich aufgeht, ist unser System so modular aufgebaut, dass wir relativ schnell und unkompliziert in andere Städte expandieren können. So bietet sich natürlich ein Franchisesystem an, aber das wird erst die Zeit und Nachfrage durch unsere Kunden zeigen.

Recitfga-bsl.info: Ein gut funktionierendes Pilotprojekt kann schnell Begehrlichkeiten wecken und Nachahmer anziehen – sehen Sie hier keine Gefahr für Ihre Geschäftsidee?

André Nünninghoff von iButler.me: Die Gefahr besteht natürlich immer, dass die Geschäftsidee abgewandelt und unter anderem Namen frech kopiert wird. Jedoch hoffen wir, dass unsere Kunden den Unterschied in der Qualität der Produkte und Dienstleistung erkennen und gerne bei uns bleiben.

Recitfga-bsl.info: Was waren bisher Ihre interessanten Erfahrungen bei der Gründung und welche Tipps haben Sie für andere Start-ups?

André Nünninghoff von iButler.me: Die bisher interessanteste Erfahrung für mich ist die Beobachtung, wie aus einer kleinen Idee – entstanden in meinem Kopf – mit liebevoller Arbeit in einem kreativen Team, schnell etwas größeres entstehen kann.

Auch wenn wir noch ein Jungunternehmen sind, habe ich doch einen kleinen Tipp für neue Start-ups: Wenn man eine Idee als kleinen Funken in seinem Kopf hat, soll man ihn glimmen und mit viel Ehrgeiz und persönlichem Engagement zur Flamme werden lassen. Man darf sich nicht durch Menschen abschrecken lassen, die sagen: „Das schaffst du nicht!“ oder „Das geht nicht!“ Ich persönlich halte mich immer an folgendes Zitat im Leben:

Alle sagten: „Das geht nicht ! Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es gemacht.“

Es gibt viele tolle Menschen mit sehr guten Geschäftsideen, aber leider werden diese Ideen selten zu Ende gedacht, daher empfehle ich jedem, der gerade gründet oder es plant, ein kleines unscheinbares Buch zu lesen. Es hat mir sehr dabei geholfen die Idee der Gründung aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und Ansatzpunkte weiter zu denken und auszubauen. Das Buch von Prof. Dr. Günter Faltin heißt: Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein.

Recitfga-bsl.info: Vielen Dank für das Gespräch!

Alle Gründer-Interviews finden Sie unter “Gründer stellen sich vor

Kontakt

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40593 Düsseldorf
Telefon: 0211.74 95 85 98
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