Evonik startet mit eigenen Venture Capital Aktivitäten



Evonik, der Industriekonzern aus Deutschland, ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Profitables Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Die Aktivitäten des Konzerns sind auf die wichtigen Megatrends Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizienz sowie Globalisierung konzentriert. Evonik profitiert besonders von seiner Innovationskraft und seinen integrierten Technologieplattformen.

Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Über 33.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 14,5 Milliarden € und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von rund 2,8 Milliarden €.

Evonik will seine Innovationsfähigkeit mittel- und langfristig weiter stärken und hat dazu eine neue Organisationseinheit „Corporate Venturing“ innerhalb des Innovation Managements des Konzerns aufgebaut.Über Corporate Venturing will Evonik in vielversprechende Start-ups und führende spezialisierte Venture Capital-Fonds mittelfristig ein Gesamtvolumen von bis zu 100 Millionen € investieren. Diese Investitionen sollen ihren Schwerpunkt in Europa, USA und Asien haben.

Für Gründer.de traf Stephan Wolf, Financial Analyst der noch jungen Corporate Venturing Abteilung der Evonik Industries, auf dem renommierten Investforum in Magdeburg.

Recitfga-bsl.info: Stellt doch bitte mal Euer Unternehmen vor. Was genau will Evonik Coporate Venturing in welcher Unternehmensphase, mit welcher Summe eigentlich finanzieren?

Stephan Wolf von Evonik Industries

Stephan Wolf von Evonik: Wir sind die Venture Capital Abteilung von Evonik Industries AG, einem der weltweit führenden Spezialchemie Unternehmen. Unser Fokus liegt auf Investitionen in Start-Ups und Venture Capital Fonds. Mittelfristig steht uns hierfür ein Volumen von 100 Mio. € zur Verfügung.

Wir wollen vornehmlich in Unternehmen investieren, welche sich im Early bzw. Expansion Stage befinden. Das Technologie-Risiko sollte begrenzt sein und der erste Kontakt zu Kunden sowie der erste Umsatz sollte bereits stattgefunden haben. Reine Seed-Investitionen stehen daher nicht auf unserer Agenda.

Uns stehen insgesamt 100 Mio. € zur Verfügung mit denen wir ca. 20 -25 Investments anstreben. Im Durchschnitt stehen somit 4-5 Mio. € je Investment – Erst-Investment und Folgefinanzierung – zur Verfügung.

Recitfga-bsl.info: Wie unterscheidet sich Corporate Venture Capital von „traditionellem“ VC? Was bringt Ihr außer Kapital in das Start-up mit ein?

Stephan Wolf von Evonik: Die Auswahl unserer Investments erfolgt sowohl anhand finanzieller als auch strategischer Kriterien. Der Hauptunterschied zu traditionellem VC besteht vor allem darin, dass wir auch an Kooperationen mit den Start-ups interessiert sind und helfen wollen, die Unternehmen mit unserer Expertise weiterzuentwickeln.

Unsere Stärken bei Evonik beinhalten ein ausgewogenes Spektrum an Geschäftsaktivitäten und Endmärkten, die enge Zusammenarbeit mit den Kunden und eine marktorientierte Forschung und Entwicklung. Dadurch können wir das erfolgreiche Wachstum nicht nur finanziell, sondern auch mit technischem Know-how und strategischen Erkenntnissen unterstützen. Davon profitieren die Start-ups genauso wie wir.

Recitfga-bsl.info: Wie sucht Evonik Coporate Venturing nach neuen passenden Beteiligungen? Welche Veranstaltungen werden von Euch besucht?

Stephan Wolf von Evonik: Durch unser Netzwerk zu renommierten Venture Capital Unternehmen und weiteren Inkubatoren bekommen wir sehr viele Kontakte zu Start-ups. Zudem besuchen wir relevante Venture Capital-Veranstaltungen in Deutschland, Europa und den USA, um so mit den Unternehmen in Kontakt zu kommen. Auch sprechen uns viele Unternehmen direkt an bzw. werden durch unsere operativen Einheiten an uns herangetragen. Durch unsere Fondsinvestments – High-Tech Gründerfonds II und Pangae Ventures – bekommen wir nochmals zusätzlichen Kontakt zu vielen Start-Ups.

Recitfga-bsl.info: Was genau sollen die Start-ups mitbringen – außer der passenden Geschäftsidee – damit Evonik Coporate Venturing investiert?

Stephan Wolf von Evonik: Ein excellentes Management sowie eine durch gute IP geschützte disruptive Technologie sind die Grundvoraussetzungen. Zusätzlich muss das Unternehmen Bedürfnisse eines potentiell schnell wachsenden Marktes befriedigen, welcher sowohl zu unserem operativen Geschäft als auch in unsere globalen Wachstumsfelder Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizienz und Globalisierung passt.

Recitfga-bsl.info: Welche Beiteiligungshöhe strebt Evonik Corporate Venturing im Normalfall an? Wollt Ihr die Mehrheit halten, oder seid ihr eher Minder-heitsanteilseigner?

Stephan Wolf von Evonik: Wir streben Minderheitsbeteiligungen zwischen 5% und 25% an.

Recitfga-bsl.info: Wie weit soll ein Start-up sein, damit Evonik Corporate Venturing eine Investition in Erwägung zieht? Muss schon ein Prototyp bestehen?

Stephan Wolf von Evonik: Wir suchen generell nach Unternehmen, bei denen bereits ein Proof of concept vorliegt und auch schon erste Gespräche mit potenziellen Kunden stattgefunden haben. Das Vorliegen von ersten Umsätzen ist vorteilhaft, aber nicht zwingend.

Über unsere Beteiligung am HTGF unterstützen wir aber indirekt auch Investitionen in der Seed-Phase

Recitfga-bsl.info: Mit welcher durchschnittlichen Investitionsdauer will sich Evonik Coporate Venturing beteiligen?

Stephan Wolf von Evonik: Unser Ziel ist die nachhaltige Zusammenarbeit mit den Start-up Unternehmen. Hier ist es für uns natürlich von Vorteil, dass unsere Fondstruktur kein end-of Fund vorsieht und wir so Unternehmen auch langfristig begleiten können. Dennoch wird die durchschnittliche Investitionsdauer typischerweise 4 bis 6 Jahre betragen.

Recitfga-bsl.info: Wie kann ein Start-up, welches sich in Eurem Anforderungsprofil wiedererkennt, am besten mit Euch Kontakt aufnehmen? Plant Ihr auch eigene Pitching-Veranstaltungen?

Stephan Wolf von Evonik: Wie bereits erwähnt, versuchen wir auf allen relevanten Pitching- Veranstaltungen anwesend zu sein. Über eigene Veranstaltungen denken wir nach. Ansonsten können die Start-ups aber auch gerne direkt mit uns Kontakt aufnehmen.

Recitfga-bsl.info: Und zum Schluss zum Exit: Ist eine komplette Übernahme für euch eine Option?

Stephan Wolf von Evonik: Die von uns angestrebten Exit- Szenarien bestehen aus einem Börsengang oder einem Trade-Sale. Eine direkte Übernahme durch Evonik ist möglich aber nicht zwingend. Wenn das Unternehmen unter strategischen Gesichtspunkten jedoch zu unserer M&A Strategie passt, ist eine Übernahme denkbar.

Recitfga-bsl.info: Vielen Dank für das Interview! Wir sehen uns dann hoffentlich beim nächsten Elevator Pitch wieder – spätestens jedoch im Jahre 2013 beim Investforum in Sachsen-Anhalt!

Kontakt

Evonik Industries AG
Rodenbacher Chaussee 4
63457 Hanau-Wolfgang

Stephan Wolf
Financial Analyst
Corporate Venturing
Telefon: 06181.59 12 27 7
E-Mail: 
[email protected]
Website: 
www.evonik.com/venturing

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