Gründer stellen sich vor… heute mit Niko Bärsch von Particular



Recitfga-bsl.info: Die Particular GmbH produziert Nanopartikel. Was kann man sich genau darunter vorstellen?

Niko Bärsch von Particular: Nanopartikel sind sehr kleine „Materialklumpen“ – und zwar im Nanometerbereich  – meist unter 100 nm groß. Sie spielen in zahlreichen Wachstumsbranchen wie der Medizintechnik, Biotechnologie,

Niko Bärsch, Geschäftsführer von Particular

Automobilindustrie und Energietechnik eine Rolle. Sie machen sich den „Nano-Effekt“ zunutze, d.h. dass Substanzen besonders aktiv werden, wenn ihre Oberfläche im Verhältnis zur Masse stark zunimmt. Je nach Bedarf werden Nanopartikel dabei in Materialien eingearbeitet z.B. in Polymere oder Lacke, auf Oberflächen aufgebracht oder mit Molekülen verbunden, um bestimmte Wirkungen zu erzielen.

Für Gründer.de: Wie entstand die Geschäftsidee und wie erfolgte die Umsetzung?

Niko Bärsch von Particular: Die Particular GmbH ist eine Ausgründung aus der Forschung, und zwar aus dem Laser ZentrumHannover. Seit 2004 wurde hier in einer eigenen Arbeitsgruppe der Laserabtrag in Flüssigkeiten untersucht. Die dabei erzeugten Nanomaterialien wurden in Kooperationen mit Medizin und Industrie weiterentwickelt. Ab 2008 erhielten die Gründer im Programm „EXIST-Forschungstransfer“ Mittel vom Wirtschaftsministerium, um die Geschäftsidee umzusetzen. Im Juli startete der Geschäftsbetrieb.

Recitfga-bsl.info: Wer sind die Zielkunden und wo kommen diese Nanopartikel zum Einsatz?

Niko Bärsch von Particular: Die hohe Qualität lasererzeugter Nanopartikel und die große Materialvielfalt des Verfahrens erschließen Particular Einsatzbereiche in der Forschung und Entwicklung in allen Innovationsbranchen. Die Produkte sind perfekt für Screenings, aber auch in großen Mengen produzierbar. Beispielsweise sind Nanopartikel aus Platin, Palladium und bestimmten Legierungen hochwirksam für katalytische Anwendungen. Gemeinsam mit seinen Partnern entwickelt Particular zudem antibakterielle Materialien für Medizinprodukte sowie Goldnanopartikel, die mit Biomolekülen verbunden werden können, um neue Diagnose- und Therapieverfahren zu entwickeln.

Recitfga-bsl.info: Wie unterscheidet sich die Particular GmbH vom Wettbewerb?

Niko Bärsch von Particular: Nanomaterialien von Particular sind anders, weil wir nicht auf chemische Verfahren setzen, sondern auf einen Laserabtrag. Particular nutzt dieses physikalische Verfahren als weltweit erstes Unternehmen zur kommerziellen Produktion von Nanopartikel-Dispersionen, die hochrein und besonders aktiv sind.

Flüssige Metallkolloide – wie Silber, Thallum, Platin und Gold – gehören zum Arbeitsbereich von Particular

Recitfga-bsl.info: Welche Marketingkanäle nutzen Sie und wie ist Ihr Vertrieb organisiert?

Niko Bärsch von Particular: Wichtig war von Beginn an das Internet. Hier haben wir das Verfahren u.a. mit Google Adwords beworben. Außerdem ist in einer forschungsintensiven Branche die Teilnahme an Fachveranstaltungen sowie laufende Entwicklungskooperationen unserer Partner aus der Forschung wichtig. Particular arbeitet mit einem Direktvertrieb und setzt zusätzlich auf spezialisierte und internationale Vertriebspartner.

Recitfga-bsl.info: Sie möchten über Crowd investing auf der Plattform 75.000 € einsammeln. Was hat Sie dazu bewogen diesen Schritt zu gehen, statt den der klassischen Banken, Fördermittel- oder Venture Capital-Finanzierung?

Niko Bärsch von Particular: Unser aktueller Kapitalbedarf liegt nicht in der Größenordnung für typische Venture Capital -Finanzierungen: Venture Capital-Geber suchen nach risikofreudigeren Anlagen mit dem Potenzial, innerhalb einiger Jahre aus einer Million 10 Millionen zu machen. Dennoch hatte Particular bereits Kontakt zu Venture Capital-Gesellschaften wie auch zu Business Angels. Als einen Vorteil des Crowd Investing sehe ich aber die geringere Schwelle, um sich an Start-ups beteiligen zu können: Viele Investoren, die durchaus kompetent sind, um Start-ups zu bewerten, haben nicht die Mittel, sich als Business Angel zu engagieren. Zweitens gibt Innovestment einen für beide Seiten fairen vertraglichen Rahmen vor. Somit entfällt ein zähes Ringen um Unternehmensanteile. Interessant ist dabei vor allem das Auktionsprinzip von Innovestment: Die Bewertung der Unternehmen erfolgt hier nicht allein nach Rechenregeln, sondern innerhalb eines vorgegebenen Rahmens über die Gebote der Investoren.

Recitfga-bsl.info: Wofür soll das Kapital eingesetzt werden und was sind Ihre mittelfristigen Ziele?

Niko Bärsch von Particular: Particular wird die Zielsumme von 75.000 € für Marketing-Maßnahmen und für einen neuen Vertriebsmitarbeiter einsetzen, um in den relevanten Branchen bekannt zu werden und schnell wachsen zu können. So werden innerhalb von zwei bis drei Jahren die Voraussetzungen geschaffen sein, in andere Räume umzuziehen und eigene Produktionstechnik zu kaufen. Alle Details dazu finden sich in unserem Geschäftsplan, den man nach einer Investorenregistrierung bei Innovestment einsehen kann.

Recitfga-bsl.info: Danke für das Gespräch!

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Kontakt zu Particular

Particular GmbH
Dipl.-Ing. Niko Bärsch (CEO)
Hollerithallee 8
30419 Hannover
E-Mail: [email protected]

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