KfW-Gründungsmonitor: Neue Ergebnisse zum Thema Frauen und Existenzgründung



Laut Angaben des aktuellen KfW-Gründungsmonitors machten sich 349.000 Frauen im Jahr 2010 selbstständig. Dies entspricht einer Quote von 37 % im Hinblick auf alle Gründer.

Seit 2000 schwankt der Anteil von Frauen bei den Gründern zwischen 33,8 % und 41,6 %. Fest steht: Frauen wagen immer noch signifikant seltener die Existenzgründung als Männer. Ein Grund dafür ist – laut KfW-Gründungsmonitor – die persönliche Präferenz von Frauen, die Familie und den Beruf unter einen Hut zu bekommen. So geschieht es, dass sie häufiger als Männer eine Selbständigkeit nebenberuflich statt im Vollerwerb beginnen. Somit wird auch deutlich, dass Frauen eher kleinere „Gründungsgrößen“ wählen, ehe sie sich (bei Erfolg im Nebenerwerb) für den Vollerwerb entscheiden. Obwohl klar ist, dass die Selbstständigkeit mehr Möglichkeiten der zeitlichen Flexibilität für Frauen mit Familie birgt, entscheiden sich signifikant weniger Frauen dafür, die Existenzgründung zu wagen. Ein weiterer Grund ist, dass Frauen eine geringere Risikobereitschaft aufweisen und sich deshalb häufiger gegen den Plan der Selbstständigkeit entscheiden. Weiterhin lässt sich eine hohe Quote von Abbrüchen der Unternehmensgründungen feststellen. Ob nach 12, 24 oder 36 Monaten – Frauen brechen stets häufiger Gründungsprojekte wieder ab. Zurückzuführen ist das auf die „Gründungsgrößen“. Da sich die Unternehmensgründungen zumeist eher in kleinem Rahmen (Nebenerwerb) befinden, scheint der Abbruch nicht so folgenschwer, wie die Beendigung der Selbstständigkeit mit einem mittleren oder großen Unternehmen.

Branchenverteilung nach Geschlecht
Auch im Bereich der gewählten Branchen lassen sich Trends ablesen, die dem jeweiligen Geschlecht zuzuordnen sind. Denn Frauen wählen häufiger die Branche der „Persönlichen Dienstleistungen“ (42,9 %) aus, um die Existenzgründung zu wagen. Diese Branche umfasst Tätigkeiten in der Bildung, im Gesundheitswesen oder in der Unterhaltung. An zweiter Stelle kommt der Bereich der „Wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (31,7 %) und an dritter Stelle steht der „Handel“ als gewählte Branche von Frauen für die Existenzgründung. Die Branche des „Baus“ ist mit 2,3 % fast unberührt von Gründerinnen.

Gründung in Teams und Einstellung von Mitarbeitern
Frauen gründen seltener in Teams als Männern. In Prozent ausgedrückt, machen sich 81 % aller Gründerinnen alleine selbstständig, während sich dementsprechend nur 19 % der Gründerinnen einen Team-Partner für die Existenzgründung suchen. Zwar belegen auch Männer mit 79 % Sologründungen eine geringe Quote der Gründung im Team (21 %), jedoch sind es wenige Prozentpunkte mehr, als bei Frauen. Ebenso verhält es sich bei der Frage nach Mitarbeitern. 76 % aller Gründerinnen wagen den Schritt in die Selbstständigkeit ohne Mitarbeiter einzustellen, was u.a. auch auf die Wahl des Nebenerwerbs zu schließen ist. Denn eine kleine „Gründungsgröße“ reduziert ebenfalls die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter eingestellt werden. Eher im Handel oder bei einer wirtschaftlichen Dienstleistung ist die Einstellung von Mitarbeitern zu erwarten. Die häufigste gewählte Branche von Frauen ist jedoch die der persönlichen Dienstleistung, bei der Mitarbeiter zu Beginn der Gründung kaum nötig scheinen.

Fazit
Selbst wenn sich die Quote von Gründerinnen bei über einem Drittel befindet, gründen Frauen immer noch signifikant seltener als Männer. Aufgrund der zeit- und ressourcenintensiven Arbeit zu Beginn einer Gründung, lassen viele Frauen der Familie und dem Zuhause den Vortritt, obwohl die Selbstständigkeit mehr Flexibilität für sie bedeuten könnte. Wenn Frauen gründen, dann häufig im Nebenerwerb. Ergibt sich daraus Zuspruch und wirtschaftlicher Erfolg, entscheiden sie sich für den Übergang in den Vollerwerb. Gründerinnen entscheiden sich signifikant stärker für eine selbstständige Tätigkeit im Bereich der persönlichen Dienstleistungen wie in der Bildung, im Gesundheitswesen oder der Unterhaltung. Frauen gründen häufiger als Männer ohne Mitarbeiter oder Team-Mitglieder und brechen häufiger die Unternehmensgründung ab.

Stärkere Maßnahmen zur Unterstützung der Gründungsfinanzierung, geschlechtsspezifische Coachings sowie Aufklärung über die Vorteile von Team-Partnern oder Mitarbeitern könnten dafür sorgen, dass die Unternehmenslandschaft Deutschland noch stärker von Frauen beeinflusst wird.

Weiteres zum Thema Frauen und Existenzgründung erfahren Sie im Blog und bekommen Planungshilfen sowie Unterstützung für Gründerinnen auf .

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